Overall Loss Limit

    Kategorie

    Prop Trading & Funded Accounts

    Unterkategorie

    Challenge-Regeln

    Kuratiert von

    GlanWick Team

    Zuletzt geprüft

    · Methodik

    Das Overall Loss Limit ist die maximale Gesamtverlustgrenze eines Prop-Firm-Kontos, typisch 8–10 % des Startkapitals. Anders als das Daily Loss Limit gilt es kumulativ über die gesamte Laufzeit von Challenge oder Funded Account. Je nach Anbieter ist die Grenze statisch oder wandert als Trailing Drawdown mit neuen Equity-Höchstständen mit.

    Context & Mechanics

    Statisch oder trailing

    Das Overall Loss Limit (auch Max Total Drawdown genannt) existiert in zwei Grundvarianten. Beim Static Drawdown liegt die Grenze fest unter dem Startkapital: Bei nominell 100.000 € und 10 % darf die Equity nie unter 90.000 € fallen – egal, wie hoch sie zwischenzeitlich steigt. Beim Trailing Drawdown wandert die Grenze mit jedem neuen Equity-Höchststand nach oben: Nach einem Anstieg auf 105.000 € liegt sie bei 95.000 €. Die Trailing-Variante ist deutlich strenger, weil Gewinne den nutzbaren Puffer nicht dauerhaft vergrößern.

    Berechnungsdetails, die entscheiden

    Wie beim Daily Loss Limit gilt: Die genaue Definition des Anbieters entscheidet. Relevant sind drei Fragen – zählt die Equity (inklusive offener Positionen) oder nur die Balance, wird intraday oder nur zum Tagesschluss (End of Day) gemessen, und friert die Grenze ab einem bestimmten Gewinn ein (z. B. auf Höhe des Startkapitals)? Einige Anbieter kombinieren EOD-Messung mit Trailing-Logik, andere prüfen jede Sekunde.

    Zusammenspiel mit dem Daily Loss Limit

    Das Overall Loss Limit begrenzt die Summe aller Verluste, das Daily Loss Limit den einzelnen Tag. Ein Konto kann daher an fünf Tagen mit je −2 % regelkonform bleiben (Daily Limit 5 %) und trotzdem am kumulierten Limit von 10 % scheitern. Beide Regeln zusammen sind der Kern des Risikomodells jeder Prop-Firm – und historisch die häufigste Ausscheidungsursache in Challenges.

    Umgang in der Praxis

    Als beispielhafte Darstellung: Bei 10 % Gesamtpuffer und 1 % Risiko pro Trade sind zehn volle Verlust-Trades in Folge nötig, um das Limit zu erreichen. Viele Trader reduzieren die Positionsgröße, sobald die Hälfte des Puffers verbraucht ist. Im GlanWick-Simulator lässt sich der Abstand zum Overall Loss Limit in Echtzeit verfolgen und trainieren – GlanWick ist ein Trainings- und Simulationstool und selbst keine Prop-Firm.

    Execution Beispiel

    Ein Trader handelt ein Funded Account über nominell 100.000 € mit 10 % Overall Loss Limit als Trailing Drawdown (Equity-Basis, intraday gemessen).

    1. Start: Equity 100.000 €, Verlustgrenze bei 90.000 €.
    2. Gewinnserie auf 106.000 € → die Grenze wandert auf 96.000 € mit.
    3. Drawdown-Phase: Die Equity fällt über zwei Wochen auf 97.500 € – noch 1.500 € Puffer, obwohl das Konto insgesamt im Minus von nur 8,0 % vom Peak liegt.
    4. Ein weiterer Verlust von −1.800 € drückt die Equity auf 95.700 € → Grenze durchbrochen, Konto geschlossen. Mit statischer Grenze (90.000 €) wäre das Konto noch im Rennen gewesen.

    Execution Risk & Errors

    1

    Static und Trailing Drawdown des Anbieters verwechseln

    2

    Annehmen, dass Gewinne den Puffer dauerhaft vergrößern (bei Trailing-Logik falsch)

    3

    Intraday- und End-of-Day-Messung nicht unterscheiden

    4

    Nur auf das Daily Loss Limit achten und die kumulierte Grenze aus dem Blick verlieren

    5

    Nach großem Drawdown die Positionsgröße erhöhen, statt den Restpuffer zu verwalten

    Häufige Fragen

    Was ist der Unterschied zwischen Overall Loss Limit und Max Drawdown?

    Das Overall Loss Limit ist eine feste Regel des Prop-Firm-Anbieters, deren Verletzung das Konto beendet. Max Drawdown ist eine deskriptive Kennzahl, die den größten historischen Rückgang einer Strategie misst.

    Gilt das Overall Loss Limit auch im Funded Account?

    Ja, bei fast allen Anbietern. Die Parameter können sich gegenüber der Challenge unterscheiden; die Regel selbst bleibt in der Regel bestehen.

    Statisch oder trailing – was ist strenger?

    Trailing ist strenger: Die Grenze wandert mit jedem Equity-Hoch nach oben, sodass zwischenzeitliche Gewinne den nutzbaren Puffer nicht dauerhaft vergrößern.

    Wie behalte ich das Overall Loss Limit im Blick?

    Im GlanWick-Simulator wird der Abstand zur Gesamtverlustgrenze in Echtzeit angezeigt, sodass sich der Umgang mit dem Puffer risikofrei trainieren lässt.

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