Static Drawdown
Kategorie
Prop Trading & Funded Accounts
Unterkategorie
Drawdown-Typen bei Prop Firms
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· Methodik
Der Static Drawdown ist eine feste Verlustgrenze bei Prop-Firms: Sie liegt unverändert unter dem Startkapital, unabhängig davon, wie hoch die Equity zwischenzeitlich steigt. Bei einem 100.000-€-Konto mit 10 % Static Drawdown darf die Equity nie unter 90.000 € fallen. Gewinne vergrößern den nutzbaren Puffer, weil die Grenze stehen bleibt – die mildere Alternative zum Trailing Drawdown.
Context & Mechanics
Funktionsweise
Der Static Drawdown ist die einfachste Form des Overall Loss Limit bei einer Prop-Firm: Die Verlustgrenze wird einmal beim Start festgelegt – typisch 8–10 % unter dem Startkapital – und bewegt sich danach nicht mehr. Bei nominell 100.000 € und 10 % liegt der Boden dauerhaft bei 90.000 €. Steigt die Equity auf 106.000 €, wächst der nutzbare Puffer auf 16.000 €; die Grenze selbst bleibt stehen.
Abgrenzung zum Trailing Drawdown
Der Unterschied zum Trailing Drawdown ist ökonomisch erheblich: Dort wandert die Grenze mit jedem Equity-Hoch nach oben, sodass Zwischengewinne den Puffer nicht dauerhaft vergrößern. Beim Static Drawdown wirken realisierte Gewinne wie ein selbst aufgebautes Sicherheitspolster. Historisch nutzen viele Two-Step-Challenges statische Gesamtgrenzen, während One-Step- und Instant-Funding-Modelle häufiger Trailing-Logik einsetzen – die genaue Ausgestaltung variiert je Anbieter.
Berechnungsdetails
Auch beim Static Drawdown entscheiden Definitionen: Zählt die Equity inklusive offener Positionen oder nur die Balance? Wird intraday geprüft oder nur zum Tagesschluss (End of Day)? Bezieht sich der Prozentsatz auf das Startkapital oder – seltener – auf den Vortagesstand? Wer diese drei Fragen nicht beantworten kann, kennt seine tatsächliche Grenze nicht. Das Daily Loss Limit gilt zusätzlich und unabhängig davon.
Bedeutung für Trader
Der Static Drawdown belohnt konservativen Start: Wer früh einen Gewinnpuffer aufbaut, handelt danach mit deutlich mehr Spielraum – ein struktureller Vorteil gegenüber Trailing-Konten, bei denen der Abstand konstant bleibt. Der häufigste Fehler ist dennoch derselbe: den Puffer als Freibrief für größere Positionen zu lesen, statt ihn als Reserve zu verwalten. Im GlanWick-Simulator lassen sich statische und trailing Verlustgrenzen direkt vergleichen – GlanWick ist ein Trainings- und Simulationstool und selbst keine Prop-Firm.
Execution Beispiel
Ein Trader handelt eine Two-Step-Challenge über nominell 100.000 € mit 10 % Static Drawdown (fester Boden 90.000 €, Equity-Basis, intraday geprüft) und 5 % Daily Loss Limit.
- Start: Equity 100.000 €, fester Boden 90.000 €, Puffer 10.000 €.
- Gewinnserie auf 106.000 € → der Boden bleibt bei 90.000 €; der Puffer wächst auf 16.000 €.
- Verlustphase über mehrere Tage auf 91.500 € → das Konto lebt weiter (Restpuffer 1.500 €); kein einzelner Tag verletzt dabei das Daily Loss Limit von 5.000 €.
- Ein weiterer Tagesverlust von −2.000 € drückt die Equity auf 89.500 € → Boden durchbrochen, Challenge beendet. Mit Trailing-Grenze (nach Peak 106.000 €: Boden 96.000 €) wäre bereits bei 96.000 € Schluss gewesen.
Execution Risk & Errors
Static und Trailing Drawdown des Anbieters verwechseln
Den Gewinnpuffer als Freibrief für größere Positionen lesen
Equity- und Balance-Basis der Messung nicht unterscheiden
Intraday- und End-of-Day-Prüfung nicht kennen
Das zusätzlich geltende Daily Loss Limit aus dem Blick verlieren
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Static Drawdown und Overall Loss Limit?
Das Overall Loss Limit ist der Oberbegriff für die Gesamtverlustgrenze; Static Drawdown ist die Variante, bei der diese Grenze fest unter dem Startkapital liegt und nicht mitwandert.
Vergrößern Gewinne meinen Puffer beim Static Drawdown?
Ja. Da der Boden stehen bleibt, wächst der nutzbare Abstand mit jedem realisierten Gewinn – der zentrale Unterschied zum Trailing Drawdown, bei dem der Abstand konstant bleibt.
Ist ein Static Drawdown besser für Trader?
Historisch gilt die statische Variante als milder, weil Gewinne den Spielraum dauerhaft erhöhen. Anbieter kompensieren das teils mit strengeren übrigen Regeln – der Gesamtvergleich zählt.
Kann ich Static- und Trailing-Bedingungen vorher vergleichen?
Ja. Im GlanWick-Simulator lassen sich beide Drawdown-Varianten mit denselben Parametern risikofrei durchspielen und direkt vergleichen.