Ein Stop-Loss ist Deine eigene Order: ein Kursniveau, an dem Deine Position automatisch geschlossen wird. Ein Stop-Hunt ist eine Kursbewegung, die viele solcher Stops auf einmal auslöst, weil sie an denselben offensichtlichen Stellen liegen: runde Zahlen, das letzte Tief, das Tageshoch. Der Stop ist Dein Werkzeug, der Stop-Hunt ist das Verhalten des Marktes an Stellen, an denen sich Stops häufen. Persönlich ist daran nichts.
| Kriterium | Stop-Loss | Stop-Hunt |
|---|---|---|
| Was es ist | Eine Order, die Du im Voraus setzt | Eine Kursbewegung, die gehäufte Stops trifft |
| Wer löst aus | Du, durch die Platzierung | Angebot und Nachfrage: Tausende Stops an einer Stelle sind Liquidität |
| Typische Stelle | Frei wählbar | Runde Zahlen, letztes Swing-Tief oder -Hoch, Tagesextrem |
| Was danach passiert | Position zu, Verlust begrenzt | Oft eine schnelle Umkehr, sobald die Stops abgearbeitet sind |
| Ist es gegen Dich gerichtet? | Nein, es ist Deine Entscheidung | Nein, der Markt kennt Deine Order nicht, nur die Stelle |
| Was Du steuern kannst | Niveau und Distanz | Nur, ob Dein Stop in der Häufung liegt oder dahinter |
Immer, wenn eine Position offen ist. Die Frage ist nicht, ob ein Stop gesetzt wird, sondern wo.
Ein Stop-Hunt ist kein Werkzeug, das Du einsetzt, sondern ein Muster, das Du einplanst: Den Stop nicht exakt auf die runde Zahl oder das offensichtliche Tief legen, sondern mit Abstand dahinter, und die Positionsgröße an die größere Distanz anpassen.
Jagt mein Broker meine Stops?
An Börsen mit zentralem Orderbuch und bei regulierten Brokern gibt es dafür keinen Beleg. Der Effekt entsteht, weil viele Trader dieselben Stellen wählen. Wer dort Liquidität sucht, findet sie, ganz ohne Dich zu kennen.
Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.