Ein Stop-Loss liegt als Order beim Broker oder an der Börse und wird ohne Dein Zutun ausgeführt. Ein mentaler Stop ist ein Kursniveau, das Du Dir vorgenommen hast und bei dem Du selbst klicken musst. Der Unterschied ist nicht das Niveau, sondern wer entscheidet, wenn es erreicht ist: das System oder Du in genau dem Moment.
| Kriterium | Stop-Loss | Mentaler Stop |
|---|---|---|
| Wo er liegt | Im Orderbuch oder auf dem Broker-Server | Im Kopf |
| Ausführung | Automatisch, auch wenn Du nicht am Bildschirm bist | Manuell, nur wenn Du da bist und klickst |
| Bei Gap oder News | Löst aus, gegebenenfalls mit Slippage | Nichts passiert, bis Du handelst |
| Typisches Risiko | Slippage im schnellen Markt | Verschieben, Aussitzen, gar nicht handeln |
| Was das Journal zeigt | Geplanter und tatsächlicher Ausstieg fast gleich | Tatsächlicher Ausstieg meist tiefer als geplant |
Im Normalfall immer. Besonders bei Positionen über Nacht, über News und in Märkten, die springen können.
Manche erfahrene Trader nutzen in sehr illiquiden Märkten mit häufigen Fehlausbrüchen einen mentalen Stop, aber mit einem echten Notfall-Stop weiter entfernt im System. Ein mentaler Stop ohne diesen Schutz ist kein Stop.
Warum verschieben so viele Trader ihren mentalen Stop?
Weil der Verlust erst in dem Moment real wird, in dem sie klicken müssten. Verlustaversion macht das Warten leichter als das Schließen. Eine Order im System nimmt Dir genau diese Entscheidung ab.
Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.