Stop-Loss vs. mentaler Stop. Unterschied, Risiken, Wann was?

    Direktantwort

    Ein Stop-Loss liegt als Order beim Broker oder an der Börse und wird ohne Dein Zutun ausgeführt. Ein mentaler Stop ist ein Kursniveau, das Du Dir vorgenommen hast und bei dem Du selbst klicken musst. Der Unterschied ist nicht das Niveau, sondern wer entscheidet, wenn es erreicht ist: das System oder Du in genau dem Moment.

    Vergleich im Detail

    KriteriumStop-LossMentaler Stop
    Wo er liegtIm Orderbuch oder auf dem Broker-ServerIm Kopf
    AusführungAutomatisch, auch wenn Du nicht am Bildschirm bistManuell, nur wenn Du da bist und klickst
    Bei Gap oder NewsLöst aus, gegebenenfalls mit SlippageNichts passiert, bis Du handelst
    Typisches RisikoSlippage im schnellen MarktVerschieben, Aussitzen, gar nicht handeln
    Was das Journal zeigtGeplanter und tatsächlicher Ausstieg fast gleichTatsächlicher Ausstieg meist tiefer als geplant

    Wann Stop-Loss?

    Im Normalfall immer. Besonders bei Positionen über Nacht, über News und in Märkten, die springen können.

    Wann Mentaler Stop?

    Manche erfahrene Trader nutzen in sehr illiquiden Märkten mit häufigen Fehlausbrüchen einen mentalen Stop, aber mit einem echten Notfall-Stop weiter entfernt im System. Ein mentaler Stop ohne diesen Schutz ist kein Stop.

    Häufige Fragen

    Warum verschieben so viele Trader ihren mentalen Stop?

    Weil der Verlust erst in dem Moment real wird, in dem sie klicken müssten. Verlustaversion macht das Warten leichter als das Schließen. Eine Order im System nimmt Dir genau diese Entscheidung ab.

    Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.