Stop-Loss vs. Trailing-Stop. Unterschied, Beispiele, Wann was?

    Direktantwort

    Ein Stop-Loss ist ein fixes Kursniveau, das die Position schließt, sobald der Markt es erreicht. Ein Trailing-Stop ist ein Stop, dessen Niveau dem Kurs in eine profitable Richtung nachgezogen wird und in die verlustreiche Richtung stehen bleibt. Kurz: Stop-Loss = statisch, Trailing-Stop = dynamisch mit dem Kurs mitwandernd, um bereits erzielte Gewinne abzusichern.

    Vergleich im Detail

    KriteriumStop-LossTrailing-Stop
    AuslöselogikFeste PreisschwelleDistanz zum Hoch/Tief (Punkte oder %)
    Verhalten bei Bewegung zugunsten des TradesBleibt unverändertZieht mit
    Verhalten bei Bewegung gegen den TradeLöst am festen Level ausBleibt am zuletzt erreichten Level stehen
    Primärer ZweckVerlust begrenzenBuchgewinne absichern
    Slippage-Risiko in GapsGleich hoch, beide sind Marktorders im TriggerGleich hoch, beide sind Marktorders im Trigger
    Typische EinsatzsituationEinstieg mit klarem InvalidierungslevelTrendtrade, der bereits im Plus läuft

    Wann Stop-Loss?

    Wenn ein technisch begründetes Level (Swing-Low/-High, Struktur, ATR) den Trade invalidiert, sobald es gebrochen wird. Der Stop soll dort bleiben, unabhängig davon, wie weit der Kurs zuvor gelaufen ist.

    Wann Trailing-Stop?

    Wenn der Trade bereits im Plus ist und Buchgewinne systematisch abgesichert werden sollen, ohne den Trend vorzeitig zu verlassen.

    Häufige Fragen

    Ersetzt ein Trailing-Stop den Stop-Loss?

    Nein. Ein Trailing-Stop wird üblicherweise erst aktiviert, sobald der Trade profitabel ist. Der initiale Stop-Loss bleibt weiterhin als Verlustbegrenzung notwendig.

    Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.