RSI vs. MACD. Momentum-Indikatoren im Vergleich

    Direktantwort

    Der RSI (Relative Strength Index) misst die Geschwindigkeit und den Grad jüngster Kursveränderungen auf einer Skala von 0–100 und flaggt Überkauft-/Überverkauft-Zonen. Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) vergleicht zwei exponentielle Durchschnitte und misst Momentum-Änderungen in Preiseinheiten. RSI = Range-Oszillator für Extreme, MACD = Trend-Momentum-Indikator für Richtungswechsel.

    Vergleich im Detail

    KriteriumRSIMACD
    Skala0–100 (begrenzt)Unbegrenzt (Preiseinheiten)
    Standard-Parameter14 Perioden12/26 EMA + 9-Signal
    SignalquelleLevel (70/30) + DivergenzenLinien-Kreuzungen + Histogramm
    Stärke inSeitwärtsmärkten (Mean-Reversion)Trendmärkten (Momentum-Fortsetzung)
    Schwäche inStarken Trends (bleibt lange überkauft)Seitwärtsphasen (viele Fehlsignale)
    LagNiedrig bis mittelMittel bis hoch (zweifach geglättet)

    Wann RSI?

    Wenn ein Markt seitwärts läuft und Extreme relativ zum eigenen Bewegungsspielraum identifiziert werden sollen oder wenn Divergenzen als Frühwarnsignal dienen sollen.

    Wann MACD?

    Wenn Trendrichtung und -kraft bestätigt werden sollen, insbesondere bei Trendfortsetzungs-Setups auf mittleren bis hohen Zeitrahmen.

    Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.