Ein Stop-Loss schließt die Position und macht den Verlust endgültig. Ein Hedge öffnet eine Gegenposition und friert den Verlust ein: Was die eine Seite verliert, gewinnt die andere. Der Verlust bis zum Zeitpunkt des Hedges bleibt bestehen, dazu kommen Kosten für zwei Positionen. Ein Stop trifft die Entscheidung, ein Hedge verschiebt sie.
| Kriterium | Stop-Loss | Hedge |
|---|---|---|
| Was passiert | Position geschlossen | Zweite Position in Gegenrichtung eröffnet |
| Verlust danach | Fix, realisiert | Eingefroren, unrealisiert, in voller Höhe |
| Kosten | Einmal Spread und Kommission | Zweimal, plus Finanzierung beider Seiten |
| Entscheidung | Getroffen | Verschoben, eine Seite muss später geschlossen werden |
| Prop-Firm-Regeln | Erlaubt, oft vorgeschrieben | Bei vielen Firmen eingeschränkt oder verboten |
| Sinnvoller Einsatz | Risikobegrenzung je Trade | Absicherung eines Bestands über ein Ereignis, etwa mit Futures oder Optionen |
Für jeden einzelnen Trade mit klarem Invalidierungsniveau. Ein Stop ist die Antwort auf die Frage: Ab wo war die Idee falsch?
Wenn ein bestehender Bestand über ein bekanntes Ereignis geschützt werden soll, etwa ein Aktiendepot über einen Zinsentscheid, und der Bestand danach weiter gehalten wird. Nicht, um einen laufenden Verlust nicht ansehen zu müssen.
Ist ein Hedge nicht besser, weil ich den Verlust nicht realisiere?
Rechnerisch nein: Der Verlust ist derselbe, nur eingefroren, und er kostet ab jetzt doppelt Gebühren. Der Unterschied ist psychologisch. Ein Hedge fühlt sich wie ein offener Trade an, ist aber ein geschlossener mit laufenden Kosten.
Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.