Verlust vs. Handelskosten. Unterschied, Beispiel, warum Gewinner netto verlieren können

    Direktantwort

    Ein Verlust ist ein Trade, der gegen Dich gelaufen ist. Kosten sind das, was Du bei jedem Trade zahlst, auch beim Gewinner: Spread, Slippage, Kommission, Finanzierung. Verluste hängen von der Richtung ab, Kosten nicht. Deshalb kann eine Serie von Gewinnern unterm Strich negativ sein.

    Vergleich im Detail

    KriteriumVerlustHandelskosten
    Tritt auf beiVerlust-TradesJedem Trade
    Hängt ab vonRichtung und Stop-DistanzAnzahl Trades, Größe, Haltedauer
    SichtbarAls rote Zeile im JournalMeist nur in der Abrechnung, der Spread nirgends
    BestandteileKursdifferenzSpread, Slippage, Kommission, Funding oder Swap
    Steuerbar durchStop und PositionsgrößeWeniger Trades, liquide Zeiten, Limit-Orders
    Beispiel10 Gewinner à 5: plus 5010 mal 6 an Kosten: minus 60, netto minus 10

    Wann Verlust?

    Wenn Du ein einzelnes Setup bewertest: Risiko, Verlust in R, Stop-Disziplin.

    Wann Handelskosten?

    Wenn Du eine Strategie über 100 Trades bewertest. Beim Scalping sind Kosten oft der größte Posten, beim Swing-Trading dominieren Finanzierungskosten über Nacht.

    Häufige Fragen

    Warum sehe ich den Spread nicht in meiner Abrechnung?

    Weil er im Einstiegskurs steckt. Du kaufst zum Brief- und verkaufst zum Geldkurs, deshalb startet jede Position minimal im Minus. Sichtbar wird er nur, wenn Du ihn selbst ins Journal schreibst.

    Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.