Ein Verlust ist ein Trade, der gegen Dich gelaufen ist. Kosten sind das, was Du bei jedem Trade zahlst, auch beim Gewinner: Spread, Slippage, Kommission, Finanzierung. Verluste hängen von der Richtung ab, Kosten nicht. Deshalb kann eine Serie von Gewinnern unterm Strich negativ sein.
| Kriterium | Verlust | Handelskosten |
|---|---|---|
| Tritt auf bei | Verlust-Trades | Jedem Trade |
| Hängt ab von | Richtung und Stop-Distanz | Anzahl Trades, Größe, Haltedauer |
| Sichtbar | Als rote Zeile im Journal | Meist nur in der Abrechnung, der Spread nirgends |
| Bestandteile | Kursdifferenz | Spread, Slippage, Kommission, Funding oder Swap |
| Steuerbar durch | Stop und Positionsgröße | Weniger Trades, liquide Zeiten, Limit-Orders |
| Beispiel | 10 Gewinner à 5: plus 50 | 10 mal 6 an Kosten: minus 60, netto minus 10 |
Wenn Du ein einzelnes Setup bewertest: Risiko, Verlust in R, Stop-Disziplin.
Wenn Du eine Strategie über 100 Trades bewertest. Beim Scalping sind Kosten oft der größte Posten, beim Swing-Trading dominieren Finanzierungskosten über Nacht.
Warum sehe ich den Spread nicht in meiner Abrechnung?
Weil er im Einstiegskurs steckt. Du kaufst zum Brief- und verkaufst zum Geldkurs, deshalb startet jede Position minimal im Minus. Sichtbar wird er nur, wenn Du ihn selbst ins Journal schreibst.
Bildungsinhalt, keine Anlage- oder Steuerberatung. Neutral gegenübergestellt, keine Empfehlung für einen der beiden Ansätze. Trading mit Hebelprodukten birgt das Risiko des Totalverlusts.