Scaling Plan

    Kategorie

    Prop Trading & Funded Accounts

    Unterkategorie

    Skalierungsmodelle

    Kuratiert von

    GlanWick Team

    Zuletzt geprüft

    · Methodik

    Ein Scaling Plan ist ein Stufenmodell, mit dem eine Prop-Firm das nominelle Kapital eines Funded Accounts schrittweise erhöht – etwa von 100.000 € auf 125.000 €, wenn der Trader über mehrere Auszahlungszyklen profitabel bleibt und keine Regeln verletzt. Loss Limits wachsen mit dem Kapital mit; manche Anbieter verbessern zusätzlich den Profit Split. Die Bedingungen variieren je Anbieter erheblich.

    Context & Mechanics

    Funktionsweise

    Ein Scaling Plan definiert, unter welchen Bedingungen eine Prop-Firm das nominelle Kapital eines Funded Account erhöht. Typische Kriterien: eine Mindestanzahl profitabler Auszahlungszyklen (z. B. drei in Folge), ein Mindestgewinn pro Stufe und keine Regelverstöße. Historisch üblich sind Erhöhungen von 25 % je Stufe – aus nominell 100.000 € werden 125.000 €, dann 150.000 €. Manche Anbieter deckeln das Wachstum (z. B. bei 400.000 €), andere koppeln zusätzlich einen besseren Profit Split an höhere Stufen.

    Was mitwächst – und was nicht

    Mit dem Kapital skalieren in der Regel die absoluten Verlustgrenzen: Bei 5 % Daily Loss Limit steigt die Tagesgrenze auf einer 125.000-€-Stufe auf 6.250 €, das Overall Loss Limit von 10 % auf 12.500 €. Die prozentualen Regeln bleiben dieselben – der Spielraum wächst nur absolut. Ein Regelverstoß beendet das Konto auf jeder Stufe; erreichte Skalierung schützt nicht davor.

    Warum Anbieter skalieren

    Der Scaling Plan ist Anreiz und Risikosteuerung zugleich: Trader bleiben länger aktiv und diszipliniert, während der Anbieter größere nominelle Summen nur an nachweislich konsistente Konten vergibt. Zugleich ist der Plan ein Marketing-Instrument – die beworbenen Maximalsummen erreichen historisch nur wenige Konten, weil jede Stufe erneut Konsistenz über Wochen verlangt.

    Bedeutung für Trader

    Relevant sind drei Fragen: Wie viele Zyklen dauert eine Stufe realistisch? Wächst der Profit Split mit? Und verfällt der Fortschritt bei einem schwachen Zyklus? Wer mit konstanter Positionsgröße pro Stufe handelt und die größeren absoluten Limits nicht als Einladung zu größerem Risiko liest, nutzt den Plan strukturell richtig. Im GlanWick-Simulator lassen sich wachsende Kontogrößen mit konstanten Prozent-Limits durchspielen – GlanWick ist ein Trainings- und Simulationstool und selbst keine Prop-Firm.

    Execution Beispiel

    Ein Anbieter erhöht das nominelle Kapital eines Funded Accounts über 100.000 € nach jeweils drei profitablen Auszahlungszyklen ohne Regelverstoß um 25 % (Daily Loss Limit 5 %, Overall Loss Limit 10 %, Profit Split 80/20).

    1. Zyklen 1–3: jeweils profitabel, keine Verstöße → das Kapital steigt von 100.000 € auf 125.000 €.
    2. Die Limits skalieren mit: Daily Loss Limit jetzt 6.250 € statt 5.000 €, Overall Loss Limit 12.500 € statt 10.000 €.
    3. Zyklen 4–6: erneut profitabel → Stufe 2, Kapital 156.250 €; der Anbieter hebt den Profit Split auf 85/15 an.
    4. In Zyklus 7 verletzt ein Tagesverlust von −6.900 € das Daily Loss Limit → das Konto endet trotz Skalierungs-Fortschritt; ein Neustart beginnt wieder bei 100.000 €.

    Execution Risk & Errors

    1

    Größere absolute Limits nach dem Scaling als Einladung zu größerem Risiko lesen

    2

    Die Stufen-Bedingungen (Zyklen, Mindestgewinn) nicht kennen

    3

    Annehmen, dass erreichte Stufen vor Regelverstößen schützen

    4

    Beworbene Maximalsummen mit realistisch erreichbaren Stufen verwechseln

    5

    Nicht prüfen, ob der Profit Split mit den Stufen wächst

    Häufige Fragen

    Wie schnell erreiche ich höhere Stufen im Scaling Plan?

    Je Anbieter unterschiedlich. Üblich sind mehrere profitable Auszahlungszyklen pro Stufe – bei 14-Tage-Zyklen also oft sechs oder mehr Wochen konsistenten Handelns pro Erhöhung.

    Wachsen die Loss Limits mit dem Kapital mit?

    In der Regel ja: Die Prozentsätze bleiben gleich, die absoluten Grenzen steigen mit der Kontogröße. Ein 5-%-Daily-Loss-Limit bedeutet auf 125.000 € eine Tagesgrenze von 6.250 €.

    Verliere ich meine Stufe bei einem Regelverstoß?

    Ein Regelverstoß beendet das Funded Account bei fast allen Anbietern unabhängig von der erreichten Stufe. Ein Neustart beginnt üblicherweise wieder auf der Ausgangsstufe.

    Kann ich das Handeln auf wachsenden Kontogrößen üben?

    Ja. Im GlanWick-Simulator lassen sich Kontogrößen und Prozent-Limits frei konfigurieren, sodass sich Stufenwechsel risikofrei durchspielen lassen.

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