Profit Split
Kategorie
Prop Trading & Funded Accounts
Unterkategorie
Skalierungsmodelle
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· Methodik
Der Profit Split ist der Verteilungsschlüssel, nach dem eine Prop-Firm die Gewinne aus einem Funded Account mit dem Trader teilt – historisch meist 70–90 % zugunsten des Traders. Bei einem 80/20-Split und 4.000 € Gewinn erhält der Trader 3.200 €. Ausgezahlt wird in festen Zyklen; viele Anbieter verbessern den Split über einen Scaling Plan schrittweise.
Context & Mechanics
Funktionsweise
Der Profit Split regelt, welcher Anteil der im Funded Account erzielten Gewinne beim Trader bleibt und welcher an die Prop-Firm geht. Historisch üblich sind 70/30 bis 90/10 zugunsten des Traders; 80/20 ist ein verbreiteter Mittelwert. Der Split greift bei jeder Auszahlung (Payout): Bei 4.000 € Zyklus-Gewinn und 80/20 erhält der Trader 3.200 €, die Firma 800 €.
Auszahlungslogik und High-Water-Mark
Ausgezahlt wird in festen Zyklen, häufig alle 14 oder 30 Tage, teils mit Mindestbeträgen. Viele Anbieter arbeiten mit einer High-Water-Mark-Logik: Nach einem Verlustzyklus wird erst wieder ausgezahlt, wenn der Kontostand den alten Höchststand überschreitet – nur der Netto-Neugewinn zählt. Zusätzliche Bedingungen wie Mindesthandelstage oder eine Consistency Rule können die erste Auszahlung verzögern. Regelverstöße vor dem Auszahlungstermin lassen den Anspruch in der Regel komplett verfallen.
Ökonomische Einordnung
Der Split klingt großzügig, ist aber nur eine Komponente der Rechnung: Evaluationsgebühren, Resets und verfallene Ansprüche gescheiterter Teilnehmer finanzieren das Modell. Da die meisten Konten als Simulation geführt werden, zahlt der Anbieter Gewinne aus eigenen Erlösen – die Zuverlässigkeit der Auszahlung hängt damit an der Seriosität des Anbieters. Berichte über verweigerte Payouts sind ein realer Risikofaktor, der vor der Anmeldung geprüft werden sollte.
Bedeutung für Trader
Relevant ist nicht der beworbene Maximal-Split, sondern der effektive Auszahlungsbetrag nach allen Bedingungen: Zyklus-Länge, High-Water-Mark, Mindestbeträge, Gebühren. Ein 90/10-Split mit strengen Auszahlungshürden kann effektiv schlechter sein als 80/20 mit einfachen Regeln. Wer den Weg bis zur ersten Auszahlung vorab durchrechnet, vermeidet Enttäuschungen: Im GlanWick-Simulator lassen sich Funded-Account-Bedingungen inklusive Gewinnzielen risikofrei durchspielen – GlanWick ist ein Trainings- und Simulationstool und selbst keine Prop-Firm.
Execution Beispiel
Ein Trader handelt ein Funded Account über nominell 100.000 € mit 80/20-Profit-Split, 14-tägigem Auszahlungszyklus und High-Water-Mark-Logik.
- Zyklus 1: +4.000 € Gewinn → Auszahlung 3.200 € an den Trader, 800 € an die Prop-Firm; neuer Höchststand nach Reset des Zyklus.
- Zyklus 2: −1.200 € Verlust → keine Auszahlung; der Kontostand liegt unter der High-Water-Mark.
- Zyklus 3: +2.000 € Gewinn → nur der Netto-Neugewinn über dem alten Höchststand zählt: 800 € → Auszahlung 640 €.
- Nach drei profitablen Zyklen in Folge erhöht der Anbieter den Split laut Scaling Plan auf 90/10 – ab dann blieben von 4.000 € Gewinn 3.600 € beim Trader.
Execution Risk & Errors
Nur auf den beworbenen Maximal-Split schauen statt auf die effektiven Auszahlungsbedingungen
High-Water-Mark-Logik übersehen und nach Verlustzyklen mit Auszahlung rechnen
Mindestbeträge und Zyklus-Längen nicht kennen
Regelverstöße kurz vor dem Auszahlungstermin riskieren und den Anspruch verlieren
Den Split mit dem Nettoverdienst verwechseln (Gebühren und Resets nicht einrechnen)
Häufige Fragen
Welcher Profit Split ist üblich?
Historisch liegen die meisten Angebote zwischen 70/30 und 90/10 zugunsten des Traders; 80/20 ist ein verbreiteter Mittelwert. Manche Anbieter verbessern den Split über einen Scaling Plan.
Wann erhalte ich meine erste Auszahlung?
Üblich sind feste Zyklen von 14 oder 30 Tagen ab Funded-Start, teils mit Mindesthandelstagen oder Mindestbeträgen. Die genauen Bedingungen variieren je Anbieter.
Was bedeutet High-Water-Mark beim Profit Split?
Ausgezahlt wird nur Netto-Neugewinn über dem bisherigen Höchststand. Nach einem Verlustzyklus muss der Kontostand den alten Peak erst wieder überschreiten, bevor der Split erneut greift.
Ist ein höherer Split automatisch besser?
Nein. Ein 90/10-Split mit strengen Auszahlungshürden kann effektiv weniger einbringen als 80/20 mit einfachen Regeln. Entscheidend ist der gesamte Auszahlungsprozess.