Payout
Kategorie
Prop Trading & Funded Accounts
Unterkategorie
Skalierungsmodelle
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· Methodik
Der Payout ist die Auszahlung des Trader-Anteils an den Gewinnen eines Funded Account. Er folgt festen Zyklen von meist 14 oder 30 Tagen, wird über den Profit Split verteilt und ist an Bedingungen wie High-Water-Mark, Mindestbeträge und regelkonformes Trading geknüpft. Verweigerte Payouts sind ein realer Risikofaktor der Prop-Firm-Branche.
Context & Mechanics
Ablauf
Der Payout ist der Moment, in dem das Prop-Trading-Modell für den Trader real wird: Die im Funded Account erzielten Gewinne werden über den Profit Split geteilt und der Trader-Anteil ausgezahlt. Üblich sind feste Zyklen von 14 oder 30 Tagen ab Funded-Start, teils mit Mindestbeträgen (z. B. 50–100 €) und einem formalen Auszahlungsantrag, den der Anbieter vor der Freigabe prüft.
Bedingungen, die den Payout steuern
Drei Mechanismen entscheiden über Höhe und Freigabe: Erstens die High-Water-Mark-Logik – ausgezahlt wird nur Netto-Neugewinn über dem bisherigen Höchststand; nach einem Verlustzyklus muss der Kontostand den alten Peak erst überschreiten. Zweitens Zusatzbedingungen wie Mindesthandelstage oder eine Consistency Rule, die vor allem die erste Auszahlung verzögern können – manche Anbieter prüfen die Konsistenz-Quote erst beim Antrag. Drittens Regelkonformität: Ein Verstoß gegen Verlustgrenzen vor dem Auszahlungstermin lässt den Anspruch in der Regel komplett verfallen. Über einen Scaling Plan können sich Split und Kontogröße mit konsistenten Payouts schrittweise verbessern.
Zuverlässigkeit und Risiko
Da die meisten Konten als Simulation geführt werden, zahlt die Prop-Firm Gewinne aus eigenen Erlösen – die Zuverlässigkeit des Payouts hängt damit direkt an der Seriosität und Liquidität des Anbieters. Berichte über verweigerte oder verzögerte Auszahlungen, kurzfristig geänderte Regeln und geschlossene Anbieter sind dokumentiert und gehören in jede Anbieter-Prüfung vor der Anmeldung.
Bedeutung für Trader
Relevant ist nicht der beworbene Maximal-Split, sondern der effektive Weg bis zur Auszahlung: Zyklus-Länge, High-Water-Mark, Mindestbeträge, Prüffristen und die Auszahlungshistorie des Anbieters. Wer diesen Weg vorab durchrechnet, bewertet Angebote realistisch. Im GlanWick-Simulator lassen sich Funded-Account-Bedingungen inklusive Gewinnzielen risikofrei durchspielen – GlanWick ist ein Trainings- und Simulationstool und selbst keine Prop-Firm.
Execution Beispiel
Ein Trader handelt ein Funded Account über nominell 100.000 € mit 80/20-Profit-Split, 14-tägigem Auszahlungszyklus, High-Water-Mark-Logik und 100 € Mindestauszahlung.
- Zyklus 1: +2.500 € Gewinn → Auszahlungsantrag; nach Prüfung von Mindesthandelstagen und Konsistenz-Quote erhält der Trader 2.000 €, die Prop-Firm 500 €.
- Zyklus 2: −800 € → kein Payout; der Kontostand liegt unter der High-Water-Mark.
- Zyklus 3: +1.300 € → nur die 500 € über dem alten Höchststand zählen als Netto-Neugewinn → Payout 400 €.
- Alternativszenario: Ein Verstoß gegen das Daily Loss Limit zwei Tage vor dem Termin hätte den gesamten offenen Anspruch verfallen lassen – Regelkonformität ist Teil der Auszahlungsbedingung.
Execution Risk & Errors
Beworbenen Maximal-Split mit dem effektiven Payout verwechseln
High-Water-Mark-Logik übersehen und nach Verlustzyklen mit Auszahlung rechnen
Regelverstöße kurz vor dem Auszahlungstermin riskieren und den Anspruch verlieren
Mindestbeträge, Fristen und Prüfprozesse erst beim ersten Antrag lesen
Auszahlungshistorie und Seriosität des Anbieters vor der Anmeldung nicht prüfen
Häufige Fragen
Wann erhalte ich meinen ersten Payout?
Üblich sind feste Zyklen von 14 oder 30 Tagen ab Funded-Start, teils mit Mindesthandelstagen oder Mindestbeträgen. Die erste Auszahlung kann durch Zusatzbedingungen wie eine Consistency Rule zusätzlich verzögert werden.
Was kann einen Payout verhindern?
Regelverstöße vor dem Termin (Verlustgrenzen, Konsistenz-Vorgaben), ein Kontostand unter der High-Water-Mark, nicht erfüllte Mindesthandelstage oder Mindestbeträge – und im schlechtesten Fall ein unseriöser Anbieter.
Was bedeutet High-Water-Mark beim Payout?
Ausgezahlt wird nur Netto-Neugewinn über dem bisherigen Höchststand. Nach einem Verlustzyklus muss der Kontostand den alten Peak erst wieder überschreiten, bevor erneut ausgezahlt wird.
Wie zuverlässig sind Payouts?
Das variiert stark je Anbieter: Da Gewinne aus eigenen Erlösen gezahlt werden, hängt die Zuverlässigkeit an dessen Seriosität und Liquidität. Dokumentierte Auszahlungshistorien und unabhängige Berichte sind vor der Anmeldung die wichtigste Prüfquelle.